Wir kämpfen für die Gastfreundschaft und Vielfalt unserer Stadt

Über uns 


Zu dem Bündnis „Bars of Berlin“ gehören bisher folgende Betriebe:

* * *

• 131 Bar • Absinth • Badfish • Bärenhöhle Berlin • Bar/Café Marienhof • Bar Saint Jean • Bar Sofia • Bar Zum schmutzigen Hobby • Beavis.bar • Betty F*** • Billardsalon Poolparadies • Bull • Cocktailbar Green Tree • Crack Bellmer • Curly • Doors • DIE TAGUNG • Dreizehn • Drive Bar • Erna P. • ETC. BAR • Ficken 3000 • Greifbar Berlin • Grosse Freiheit • Hafen Berlin • HASE • Heile Welt • Himmelreich • Jazzclub Badenscher Hof • Kumpelnest 3000 • Kurhaus Korsakow • Krüger • Laksmi Bar • leuchtstoff.berlin • Luxus Bar • Marietta • Milchbar Kreuzberg • Misfit Bar Berlin • Möbel Olfe • MO nachtcafe • MOKUM • multilayerladen • Mysliwska • Nemo • Neue Odessa Bar • New Action Berlin • Pörx • Poison Karaoke Bar • Posh Teckel • rakete • Ratzeputz Bar • Rauschgold • Revolte Bar • Saphire Bar • Silver Future • Südblock • Stahlrohr 2.0 • Stiller Don • The Gin Room • The Happy Pig • Tipsy Bear • ToBeFree • Trauerspiel • Uebereck • Uluru Resort • Woof Berlin • X-Bar Berlin Yard • Yuma Bar • Zum Starken August • Zur Glühlampe • Zyankali Bar •

* * *

Im April 2020 fingen wir an, uns erstmalig zu organisieren. Zuvor waren unsere Betriebe am 14. März aufgrund der Verordnungen zur Eindämmung des Corona-Virus geschlossen worden – ein Einschnitt, der uns eine Sache deutlich vor Augen führte: Bars haben keine Lobby, sind vereinzelt, machtlos, politisch handlungsunfähig in dieser Situation, die unsere Existenzen gefährdet. Dies galt es zu ändern, damit unsere Stimmen, gestärkt durch eine Gemeinschaft, Gehör finden.

Und seitdem ist viel geschehen: Wir bauten diese Webseite und eine Social-Media-Präsenz auf. Veröffentlichten verzweifelte, aber zugleich auch kämpferische Statements, in denen wir auf unsere bedrohliche Lage aufmerksam machten. Statements, die mehr und mehr Bars teilten, und sich uns anschlossen. Erste Berichte in den Medien folgten. Mit den Beschlüssen vom 2. Juni durften wir dann wieder öffnen und passten unsere Forderungen dementsprechend an, setzten unsere Netzwerkarbeit fort, ob mit anderen Initiativen, weiteren Bars oder auf Bezirksebene mit den Verwaltungen. Außerdem organisierten wir eine erste Vollversammlung unserer Unterstützer*innen am 30. Juni im SchwuZ sowie eine Protestaktion am 21. Juli vor dem Roten Rathaus – aber am Ziel sind wir noch lange nicht.

Noch immer gibt es kein öffentliches Bekenntnis vom Senat, dass die Bedeutung des Nachtlebens für diese Stadt unzweifelhaft anerkennt – nämlich dass die Clubs genauso wie die Bars unverzichtbar für die weltoffene Identität Berlins sind. Stattdessen stoßen wir weiterhin auf verschlossene Türen, taube Ohren und schweigende Zungen. Unsere Rufe nach einem "Runden Tisch" verklingen seit Monaten ungehört und unsere Frage nach der Zukunft – was passiert, wenn es wieder kälter wird und wir aufgrund der Abstandsregeln nur eine stark limitierte Anzahl an Gästen in unsere Gasträume lassen dürfen? – wird ignoriert. Wie viele Bars dann in Anbetracht der aktuellen Verordnungslage die kalte Jahreszeit überleben werden, das steht in den Sternen. Wir vermuten allerdings, dass dieser Himmel kein rosiger sein wird.

Doch scheinen das die Verantwortlichen billigend in Kauf zu nehmen. Es wirkt fast so, als wären wir und unsere Mitarbeiter*innen es nicht wert, eine sichere Perspektive und Zukunft zu haben.

Um an dieser politischen Gleichgültigkeit zu rütteln, müssen wir das, was wir begonnen haben, weiter fortführen. Wir müssen mehr werden, damit unsere Stimme lauter wird. So laut, bis sie nicht mehr zu überhören ist. Daher rufen wir euch – die anderen Bars in Berlin – dazu auf, uns anzuschließen.

Schreibt uns einfach, wenn ihr unseren Aufruf und unsere Forderungen unterstützt. Mit einer einfachen Mail an die folgende Adresse ist der erste Schritt getan:

kontakt@bars-of-berlin.de